Deutschland beim mobilen Bezahlen Entwicklungsland

Eine daheim vergessene Geldbörse ist noch lange kein Grund, die Läden zu meiden: Schon heute kann oft das Handy bezahlen. Afrikanische und asiatische Länder machen Deutschland vor, wie’s geht.

Wer an der Supermarktkasse steht und bemerkt, dass er die Geldbörse zu Hause hat liegen lassen, muss nicht unverrichteter Dinge wieder gehen: Zumindest in den bundesweit über 4000 Filialen von Netto Marken-Discount kann man seit ein paar Wochen auch einfach das Handy zücken, um seinen Einkauf zu begleichen. Als erste Supermarkt-Kette hat die Edeka-Tochter eine Smartphone-App herausgebracht, die die Bezahlung mit dem Mobiltelefon möglich macht.

Visionäre der Branche predigen schon lange, dass es eines Tages möglich sein werde, mit dem Mobiltelefon zu bezahlen. Egal ob an der Supermarktkasse oder im Internet: Mit einem Klick sowie der Bestätigung durch die Eingabe einer PIN-Nummer soll alles erledigt sein.

Doch bislang ist es bei den entsprechenden Visionen geblieben: Diverse Systeme verschiedener Firmen und Banken konnten sich nicht durchsetzen – zumindest in Deutschland. Denn in vielen afrikanischen Staaten, in Indien und auch in Österreich greifen Kunden schon heute gerne auf ihr Handy als Zahlungsmittel zurück und nutzen dazu Dienste wie Paybox oder M-Pesa.

Kompletter Verzicht auf den Geldbeutel

Dabei ist der Bedarf auch hierzulande vorhanden: Viele Handy-Nutzer würden gerne sämtliche Zahlungsgeschäfte digital vornehmen und das Portemonnaie durch das so genannte „Mobile Wallet“ ersetzen, ergab eine aktuelle Umfrage des Hightech-Verbandes Bitkom.

Von den Befragten kann sich demnach jeder siebte (14 Prozent) vorstellen, komplett auf seinen Geldbeutel zu verzichten und nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen. Bei denjenigen, die heute schon ein Smartphone besitzen, ist es bereits jeder fünfte (21 Prozent). „Viele Verbraucher werden demnächst ohne Portemonnaie aus dem Haus gehen und mit dem Handy zahlen“, ist Bitkom-Präsident Dieter Kempf überzeugt.

iPhone 5S: Verkaufsstart am 6. September?

Ein aktueller Bericht konkretisiert den Verkaufsstart des iPhone 5S. Dieser soll am 6. September beginnen und möglicherweise zwei neue Gerätetypen mit sich bringen. Somit würde das Release-Event bereits im August stattfinden.

Die Website iFun.de scheint handfeste Informationen bezüglich der kommenden iPhone-Generation erhalten zu haben. Demzufolge würde der Verkaufsstart des iPhone 5S am 6. September beginnen, das Release-Event daher bereits im August stattfinden und die Einladungen in den kommenden zwei Wochen deren Empfänger erreichen. Darüber hinaus berichten die Quellen von zwei verschiedenen Geräte-Varianten. Konkretisiert wird diese Aussage nicht, es ist jedoch davon auszugehen, dass es sich bei diesen beiden Versionen einmal um das Gerüchte umworbene iPhone Light sowie dem eigentlichen iPhone 5S handelt.

Ob die Aussagen stimmen, ist natürlich nicht sicher. Dennoch ist stark davon auszugehen, dass es sich um korrekte Informationen handelt. Die Quellen der Website sind den Angaben zufolge “sehr glaubwürdig” und auch weitere Anzeichen deuten auf besagten Tag als Verkaufsstart hin. An dem 6. September endet nicht nur Apples Back-to-School Promo, deren Ende schon im letzten Jahr den Verkaufsstart des iPhone 5 einläutete, sondern beginnt auch die international anerkannte Technikmesse IFA in Berlin. Der Apple Store am Kurfürstendamm dürfte sich daher, sollten die Angaben tatsächlich stimmen, auf einen großen Andrang gefasst machen.

Welche Features Apple seiner kommenden iPhone-Generation verpassen wird, ist weiterhin ungewiss. Bisher kann man sich nur an Gerüchten orientieren. Diese deuten unter anderem auf einen Fingerpint-Sensor sowie einer verbesserten Kamera hin. Es bleibt nach wie vor spannend, was das Unternehmen aus Cupertino der Öffentlichkeit präsentieren wird.

Narus und die Prism-Technologie

Der weltgrößte Hersteller von Überwachungstechnik, Narus, soll die Technik für das NSA-Programm Prism produzieren. Der Auslandsgeheimdienst BND hat sie laut einem Medienbericht gekauft und setzt sie seit Jahren selbst ein.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) nutzt seit Jahren selbst die US-Überwachungstechnik Prism. Das berichtet das ARD-Magazin Fakt. Der Auslandsgeheimdienst habe Komponenten der Technik vom Hersteller Narus erworben, einer Tochter des US-amerikanischen Rüstungs- und Flugzeugherstellers Boeing. Narus sei der weltweit größte Hersteller von Überwachungstechnik. Vermittelt habe die Technik ein Unternehmen aus Frankfurt am Main mit dem Namen Gesellschaft für technische Sonderlösungen (GTS).

Laut Fakt könnte GTS eine Firma im BND-Auftrag gewesen sein, was deren Geschäftsführer Felix Juhl allerdings bestreitet. Kurz nach der Firmengründung 2007 war GTS bereits exklusiver Vertriebspartner von Narus. Juhl erklärte, im „deutschsprachigen Raum“ an „rechtsstaatliche Organisationen“ geliefert zu haben. Laut Fakt gibt Juhl zu, dass Narus-Technik an den BND ging. Der Geheimdienst soll 2008 die Technik gekauft haben. Im Jahr 2010 stellt sein Unternehmen die Geschäftstätigkeit ein.

Zur Analyse der enormen Menge der abgefangenen Prism-Daten nutzt der BND die Analysesoftware Polygon eines kleinen, bayerischen Unternehmens.

„Gemeinsam ergeben diese Komponenten ein deutsches Gegenstück zur amerikanischen Prism-Technik, mit der sich die Kommunikation ganzer Länder analysieren und auswerten lässt“, berichtet Fakt.

Die NSA zapft seit Jahren direkt weltweit die Glasfaserkabel an, der Datenstrom wird wie durch ein Prisma umgeleitet und in Echtzeit kopiert, wie es im Sendemanuskript von Fakt heißt. Die Daten werden gefiltert und bei Auffälligkeiten von Agenten der NSA ausgewertet. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hatte auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Vertretern von Menschenrechtsgruppen am 12. Juli 2013 erklärt: „Ich hatte auch die Möglichkeit, ohne jeden Durchsuchungsbefehl Ihre Kommunikationsdaten zu durchsuchen, zu beschlagnahmen und zu lesen. Eines jeden Kommunikation und zu jeder Zeit.“

Andreas Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club sagte Fakt, Narus biete Überwachungslösungen für komplette Telekommunikationsnetze bis hin zu ganzen Ländern an.

„Zeigen Sie mal Ihre Ausweis-App!“

Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis man bei der Ausweiskontrolle das Smartphone anstelle einer Chipkarte zückt? Einer Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) zufolge wären 24 Prozent der Deutschen bereit: „Viele Verbraucher werden zukünftig ohne Portemonnaie aus dem Haus gehen und sich per App oder speziellem Chip mit dem Smartphone sicher ausweisen – ob bei der Bank oder der Mietwagenfirma“, prophezeit Bitkom-Sprecher Dr. Pablo Mentzinis. Eine Ausweis-App für Mac und PC bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereits seit Einführung des elektronischen Personalausweises Ende 2010 an. Allerdings funktioniert sie bisher nur in Kombination mit einem speziellen Kartenlesegerät zur Identifikation. Erst vor wenigen Wochen machten erneut Meldungen über Sicherheitslücken der Software die Runde.