Gesichtserkennung: FBI sammelt deutsche Daten

Der US-Geheimdienst FBI verfügt nach eigenen Angaben über eine der größten biometrischen Datenbanken der Welt. Diese soll nun um Millionen von Fotos erweitert werden – darunter auch von Deutschen, die sich in den USA aufhalten. Dies geht aus Dokumenten hervor, die der amerikanischen Bürgerrechtsorganisation Electronic Frontier Foundation (EFF) vorliegen.

52 Millionen Fotos zur Gesichtserkennung bis 2015

Laut der EFF werden alle biometrischen Daten in einer zentralen Datenbank gesammelt, die derzeit von 18.000 Strafverfolgungsbehörden der USA genutzt wird. Bis zum Jahr 2015 soll die Datenbank rund 52 Millionen Fotos zur Gesichtserkennung enthalten, 55.000 Bilder könnten pro Tag neu eingestellt werden.

Handflächen- und Iris-Scans geplant

Wie die EFF in einer Pressemitteilung bekannt gab, soll mithilfe des Programms „Next Generation Identification“ (NGI) die bestehende Datenbank mit weiteren biometrischen Daten befüllt werden. Neben Fotos zur Gesichtserkennung sollen künftig auch Handflächen- und Iris-Scans mit einbezogen werden. NGI stellt eine Erweiterung des Integrated Automated Fingerprint Identification Systems (IAFIS) dar, das schon jetzt mehr als 100 Millionen Fingerabdrücke gespeichert hat.