Mehrstündiger Blackout! What’s wrong WhatsApp?

Kaum hat Facebook den SMS-Dienst WhatsApp für 19 Milliarden Dollar gekauft, schwächelt die Technik: Am Samstagabend hatte der Messenger über mehrere Stunden mit Verbindungsproblemen zu kämpfen. Für viele User ist der Grund klar.

„Verbinden…“ . Mehr kam dann aber nicht. Der SMS-Dienst WhatsApp hat am Samstagabend seit etwa 19 Uhr Verbindungsprobleme. Das Verschicken von Nachrichten war nicht möglich. Gegen 23 Uhr dann die Entwarnung: WhatApp war wieder online. WhatsApp gab über Twitter bekannt, dass der Dienst jetzt wieder funktioniert und entschuldigte sich für den Ausfall.

Gründe für die Panne waren zunächst unklar. Auf Twitter gab WhatsApp lediglich bekannt, man habe Serverprobleme. Auf dem Blog des Unternehmens oder auf deren Facebook-Seite gab es keinen Eintrag zu den Problemen. Klar ist aber, dass es sich nicht nur in Deutschland Schwierigkeiten gab. Auf Twitter meldeten User aus verschiedenen Ländern, dass WhatsApp nicht zu erreichen sei.

Einige Zeit nach dem Ausfall reagierte WhatsApp auf Twitter: „Sorry we currently experiencing server issues. We hope to be back up and recorvered shortly“.

Die US-Tech-Seite „The Next Web“ schreibt, dass es überall auf der Welt über Stunden nicht möglich war, Nachrichten zu verschicken. 450 Millionen User waren betroffen.

„Zuckerberg macht gerade nen Update bei Whatsapp“

Während des Ausfalls mischte sich jede Menge Häme in die Diskussion. Twitter-User spotteten darüber, dass es natürlich typisch sei, dass Whatsapp gerade jetzt Probleme bekomme, nachdem das Unternehmen für die  Rekordsumme von 19 Milliarden Dollar an Facebook  verkauft wurde.

„Zuckerberg macht gerade nen Update bei WhatsApp also noch etwas Geduld“. Oder: „Eure WhatsApp Daten werden gerade auf die Facebookserver übertragen.  Also kein Grund zur Sorge“, wurde gelästert.

Kurz nachdem Facebook-Boss Mark Zuckerberg WhatsApp gekauft hatte, wurde bereits über den Deal gelästert. Zuckerberg handele frei nach dem Motto: „If you can’t beat it, buy it an shut it down.“ „Wenn du sie nicht schlagen kannst, kauf sie und schalt sie ab.“ Eine Verschwörungstheorie, die sich auf Twitter gerade äußerster Beliebtheit erfreut.

Facebook-User von FOCUS Online vermuten aber auch teilweise den US-Geheimdienst hinter den Problemen: „NSA mach hinne!“, kommentiert eine Nutzerin. Andere sind deutlich ärgerlicher: „Ich habe für diese App bezahlt, also Verbindung herstellen!“

Wieder andere geben Facebook die Schuld: „Warum muss Facebook eigentlich jede funktionierende App kaputt programmieren? Sollen sie doch die Finger davon lassen, wenn sie schon ihre eigene nicht anständig zum laufen bringen. Kaum ist ein anderer am Werk ist es Schrott. Seit ich Whats App habe, ist das noch NIE vorgekommen…“

Andere User sagen, dass es spätestens jetzt Zeit sei, zu einem der sichereren Anbieter wie Threema zu wechseln.

Manche User sind aber auch gnädig: „Die meisten Menschen haben Handy-Verträge mit SMS-Flat! Also warum regt ihr euch so auf?“

Laut „The Next Web“ melden auch andere Messenger-Dienste wie „Telegram Messenger“ in den USA eine Flut von neuen Nutzern. „Es ist verrückt. Wir bekommen 100 neue Registrierungen pro Sekunde“, twittert „Telegram Messenger“.

Amazon liefert Pakete bald mit Mini-Drohnen aus

Der Paketlieferdienst Amazon arbeitet an eigenen Fluggeräten, enthüllte Gründer Jeff Bezos in einem US-Fernsehinterview mit dem Sender „CBS“ am Sonntag. Die Idee sei, dass die „Octocopter“ bestellte Ware binnen 30 Minuten zum Käufer bringen. Bezos schränkte ein, dass noch weitere Tests und Zulassungen der Luftfahrt-Behörde FAA nötig seien. Er rechne allerdings damit, die Zustell-Option in vier bis fünf Jahren anbieten zu können. Einen Namen für den Service hat er bereits: „Prime Air“.

Die Dienstleistung, mit dem der Konzern Kosten die Paketzustellung durch den Menschen einsparen will, dürfte für kleine und besonders eilige Bestellungen auf kurze Entfernung vorbehalten bleiben: Die achtmotorigen Drohnen könnten Waren mit einem Gewicht von bis zu 2,5 Kilo transportieren und pro Lieferung etwa 16 Kilometer zurücklegen, sagte Bezos.

Das Team der Interview-Sendung „60 Minutes“ mit dem bekannten TV-Journalisten Charlie Rose konnte Prototypen der Drohnen bei Amazon filmen. Der Konzern demonstriert den Plan in einem Video, in dem eines der Fluggeräte eine Bestellung direkt vom Band eines Logistikzentrums abholt und damit vor einem Haus landet. Die FAA arbeitet allerdings erst noch daran, Regeln für den möglichen Einsatz unbemannter Drohnen im US-Luftraum zu erarbeiten.

http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=98BIu9dpwHU

Internet.org Zuckerberg will Internet für alle

Fünf Milliarden Menschen haben noch keinen Zugang zum Internet. Das will Mark Zuckerberg ändern. Dazu hat der Facebook-Gründer die Online-Plattform Internet.org ins Leben gerufen.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hat eine Allianz mit Technologie-Firmen wie Samsung und Nokia geschmiedet, um Milliarden Menschen günstige Internet-Verbindungen zugänglich zu machen. Zuckerberg gab in der Nacht zum Mittwoch die Gründung der Gruppe Internet.org bekannt. Ihr Ziel sei, die fünf Milliarden Menschen, die noch nicht online sind, ins Netz zu bringen.

Sie wolle unter anderem zu Entwicklung günstigerer Smartphones und der Netz-Abdeckung beitragen. Außerdem solle Software zur Datenkompression einen effizienteren Betrieb der Netze erlauben. Zu dem Zusammenschluss gehören auch der Netzwerk-Ausrüster Ericsson, der Browser-Entwickler Opera sowie die Chip-Spezialisten Qualcomm und MediaTek.

Narus und die Prism-Technologie

Der weltgrößte Hersteller von Überwachungstechnik, Narus, soll die Technik für das NSA-Programm Prism produzieren. Der Auslandsgeheimdienst BND hat sie laut einem Medienbericht gekauft und setzt sie seit Jahren selbst ein.

Der Bundesnachrichtendienst (BND) nutzt seit Jahren selbst die US-Überwachungstechnik Prism. Das berichtet das ARD-Magazin Fakt. Der Auslandsgeheimdienst habe Komponenten der Technik vom Hersteller Narus erworben, einer Tochter des US-amerikanischen Rüstungs- und Flugzeugherstellers Boeing. Narus sei der weltweit größte Hersteller von Überwachungstechnik. Vermittelt habe die Technik ein Unternehmen aus Frankfurt am Main mit dem Namen Gesellschaft für technische Sonderlösungen (GTS).

Laut Fakt könnte GTS eine Firma im BND-Auftrag gewesen sein, was deren Geschäftsführer Felix Juhl allerdings bestreitet. Kurz nach der Firmengründung 2007 war GTS bereits exklusiver Vertriebspartner von Narus. Juhl erklärte, im „deutschsprachigen Raum“ an „rechtsstaatliche Organisationen“ geliefert zu haben. Laut Fakt gibt Juhl zu, dass Narus-Technik an den BND ging. Der Geheimdienst soll 2008 die Technik gekauft haben. Im Jahr 2010 stellt sein Unternehmen die Geschäftstätigkeit ein.

Zur Analyse der enormen Menge der abgefangenen Prism-Daten nutzt der BND die Analysesoftware Polygon eines kleinen, bayerischen Unternehmens.

„Gemeinsam ergeben diese Komponenten ein deutsches Gegenstück zur amerikanischen Prism-Technik, mit der sich die Kommunikation ganzer Länder analysieren und auswerten lässt“, berichtet Fakt.

Die NSA zapft seit Jahren direkt weltweit die Glasfaserkabel an, der Datenstrom wird wie durch ein Prisma umgeleitet und in Echtzeit kopiert, wie es im Sendemanuskript von Fakt heißt. Die Daten werden gefiltert und bei Auffälligkeiten von Agenten der NSA ausgewertet. Der NSA-Whistleblower Edward Snowden hatte auf dem Moskauer Flughafen Scheremetjewo Vertretern von Menschenrechtsgruppen am 12. Juli 2013 erklärt: „Ich hatte auch die Möglichkeit, ohne jeden Durchsuchungsbefehl Ihre Kommunikationsdaten zu durchsuchen, zu beschlagnahmen und zu lesen. Eines jeden Kommunikation und zu jeder Zeit.“

Andreas Müller-Maguhn vom Chaos Computer Club sagte Fakt, Narus biete Überwachungslösungen für komplette Telekommunikationsnetze bis hin zu ganzen Ländern an.

„Zeigen Sie mal Ihre Ausweis-App!“

Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis man bei der Ausweiskontrolle das Smartphone anstelle einer Chipkarte zückt? Einer Studie des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) zufolge wären 24 Prozent der Deutschen bereit: „Viele Verbraucher werden zukünftig ohne Portemonnaie aus dem Haus gehen und sich per App oder speziellem Chip mit dem Smartphone sicher ausweisen – ob bei der Bank oder der Mietwagenfirma“, prophezeit Bitkom-Sprecher Dr. Pablo Mentzinis. Eine Ausweis-App für Mac und PC bietet das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereits seit Einführung des elektronischen Personalausweises Ende 2010 an. Allerdings funktioniert sie bisher nur in Kombination mit einem speziellen Kartenlesegerät zur Identifikation. Erst vor wenigen Wochen machten erneut Meldungen über Sicherheitslücken der Software die Runde.

Kennzeichnung von Werbeanzeigen

Um Verwechslungen zwischen Ergebnissen und Anzeigen auszuschließen, sollten Suchmaschinen visuelle Hinweise, Beschriftungen oder ander Techniken einsetzen – egal, ob die Resultate im Web, in sozialen Netzen, in mobilen Anwendungen, in Sprachassistenten auf Mobilgeräten oder speziellen Ergebnisseiten angezeigt würden.

“Auch wenn die Art, wie Suchmaschinen Ergebnisse finden und aufbereiten, sowie die Geräte, mit denen Verbraucher diese Ergebnisse abrufen, sich ständig weiterentwickeln, bleiben die grundlegenden Prinzipien des ’2002 Search Engine Letter’ gleich: Verbraucher erwarten normalerweise, dass sie auf ihre Anfrage natürliche Suchresultate erhalten, die auf Basis ihrer Relevanz sortiert sind und nicht auf Basis der Bezahlung durch Dritte”, heißt es in dem Brief (PDF) an die Suchmaschinenbetreiber. “Das Einbinden oder Einsortieren eines Ergebnisses, für das in Teilen oder im Ganzen bezahlt wurde, ist eine Form von Werbung.”

Ein Google-Sprecher erklärte, “eine klare Kennzeichnung bezahlter Ergebnisse ist wichtig, und wir waren immer bestrebt, dies zu tun, während sich unsere Produkte weiterentwickelt haben”. Microsoft ließ durch einen Sprecher mitteilen, dass dies “ein wichtiger Punkt für die Industrie ist und wir unsere Rolle als führender Suchanbieter sehr ernst nehmen. Wir freuen uns darauf, die FTC-Richtlinie zu analysieren und arbeiten daran, sicherzustellen, dass Kunden bei Suchanfragen weiterhin Bing trauen können”.

Gegen Geld können Werbetreibende in Abhängigkeit von einem Suchbegriff für eine höhere Platzierung auf der Ergebnisseite sorgen. Diese Praxis rief 2001 die FTC auf den Plan, nachdem es Beschwerden darüber gab, dass Suchmaschinen Verbraucher gezielt in die Irre führten, indem sie bezahlte Links als “empfohlene” Sites kennzeichneten. Nach einer fast einjährigen Untersuchung verschickte die FTC 2002 schließlich Briefe an die Suchmaschinenbetreiber, in denen sie eine eindeutige Kennzeichnung von bezahlten Ergebnissen auf ihren Seiten vorschrieb.

Microsoft passt Youtube-App für Windows Phone 8 an Google-Richtlinien an

Microsoft hat seine Youtube-App für Windows Phone 8 an einige, aber nicht alle, Nutzungsbestimmungen von Google angepasst. Die jüngste Version ermöglicht beispielsweise wie gefordert keine Video-Downloads mehr. Allerdings zeigt sie auch keine Display-Werbung an, womit sie weiterhin gegen Googles Vorgaben verstößt.

Nutzer der bisherigen Youtube-App für Windows Phone 8 verlieren die Video-Download-Funktion, sobald sie die Anwendung aktualsieren. Alle anderen bekommen direkt die Version ohne dieses Feature.

“Microsoft hat die Youtube-App für Windows Phone aktualisiert, um die von Google in der vergangenen Woche geäußerten Bedenken hinsichtlich des beschränkten Video- und Offline-Video-Zugangs zu adressieren”, erklärte ein Microsoft-Vertreter gegenüber ZDNet.com. “Wir stehen in Kontakt mit Google und glauben weiterhin, dass unsere beiden Firmen zusammenarbeiten können, um eine App zu verbessern, von der unsere beiderseitigen Kunden, Partner und Inhalte-Zulieferer profitieren.” Google wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.

Am 7. Mai hatte Microsoft seine runderneuerte Youtube-App für sein aktuelles Mobilbetriebssystem veröffentlicht. Sie erweiterte den zuvor relativ begrenzten Funktionsumfang deutlich. Darunter waren aber auch Features wie die Video-Download-Option, die nach Ansicht von Google gegen seine Nutzungsbestimmungen verstoßen. Daher stellte der Internetkonzern Microsoft am 15. Mai eine Unterlassungserklärung zu und forderte es auf, die Anwendung bis zum 22. Mai zurückzuziehen und bereits heruntergeladene Versionen zu blockieren.

Mit den jetzt vorgenommenen Änderungen ist Microsoft Google auf halbem Weg entgegengekommen. Fraglich bleibt, ob Google die überarbeitete App akzeptiert und der Fall damit erledigt ist.

Microsoft-Entwickler hatten sich zuvor wiederholt darüber beschwert, dass Google ihnen keinen Zugang zu benötigten Schnittstellen (APIs) gewähre, um eine Youtube-App für Windows Phone mit zugelieferter Werbung zu erstellen. Die aktuelle Anwendung basiert auf einer bestehenden öffentlichen Youtube-API, die aber keinen Anzeigen-Support bietet.

YouTube startet kostenpflichtige Abos

YouTube wird attraktiver für Anbieter von Video-Inhalten. Sie können jetzt – zunächst nur in den USA – monatliche Abos anbieten. Der Google-Dienst startet zunächst in einer Testphase bezahlte Abo-Kanäle. Anbieter von Video-Inhalten haben damit die Möglichkeit, eine monatliche Gebühr von den Nutzern zu erheben. Der Preis beginnt bei 99 US-Cent pro Monat, erläuterte Google in einem Blogeintrag.

Die Google-Tochter arbeitet mit 30 Inhalte-Anbietern zusammen, darunter dem Sesamstraße-Konzern Jim Henson und den Veranstaltern der Kampfserie Ultimate Fighting. Diese können selbst entscheiden, welche Gebühren sie verlangen und ob sie Werbung schalten wollen.

Bei dem jetzigen Angebot soll es aber nicht bleiben. „Das ist nur der Anfang“, heißt es in dem Blogeintrag. In den kommenden Wochen werde das Unternehmen den Dienst ausweiten.

YouTube hat inzwischen mehr als eine Million Kanäle, die Umsätze erwirtschaften. Bisher ging das nur über eine Beteiligung an den Werbeerlösen. Die Plattform unterstützt die Entwicklung von Kanälen mit professionell produzierten Inhalten, die das Fernsehen ergänzen sollen.

Erst PC, dann auf dem Fernseher

Für neue Nutzer von Bezahl-Kanälen ist eine kostenlose Probezeit von zwei Wochen vorgesehen, erläuterte YouTube. Abonnieren muss man die Kanäle bisher zunächst über einen PC – kann sie sich dann aber auch auf Smartphone, PC oder mit dem Internet verbundenem Fernseher anschauen.

Die Bezahl-Kanäle stellen nach Ansicht von Experten durchaus eine Gefahr für die Anbieter von Kabelfernseh-Sendern dar. „Das reguläre Fernsehen wurde bereits durch Kabelfernsehen erheblich beeinflusst“, sagte Medienanalyst Richard Greenfield vom Unternehmen BTIG. „Ich denke, jeder, der Video-Kanäle entwickelt, sollte sich Sorgen um das Wachstum neuer Kanäle machen.“

Bereits im Februar hatte YouTube bestätigt, an einem solchen Dienst zu arbeiten. Man wolle über die bisherigen Geschäftsmodelle Verleih und Werbung hinausgehen, hatte es damals geheißen.

Google führt Testament-Funktion ein

Was passiert nach dem Tod mit den eigenen Daten im Internet? Auf diese Frage hat Google nun eine Antwort: Der Suchmaschinengigant hat für seine Online-Dienste am Donnerstag eine Testament-Funktion vorgestellt. Damit kann der Nutzer zum einen die Löschung seiner Daten nach seinem Ableben veranlassen oder auch einen Nachlassverwalter für das digitale Erbe bestimmen.

Nach dem Tod leben immer mehr Menschen über ihre digitalen Spuren im Internet weiter. Für Hinterbliebene ist es schwierig, oft sogar unmöglich, die Passwörter für E-Mail-Accounts oder Online-Profile zu erhalten, um den digitalen Nachlass zu regeln.

Google bietet nun für seine Online-Dienste eine Testament-Funktion an, die sich offiziell Kontoinaktivität-Manager nennt. Mit dieser Funktion könnten sich Nutzer auf ihr „digitales Leben nach dem Tod“ vorbereiten und zugleich ihre Privatsphäre schützen, teilte Google in einem Firmenblog mit.

Testament gilt für mehrere Dienste

Der Service wird den Angaben zufolge für Googles E-Mail-Dienst Gmail, die Online-Videoplattform YouTube, den Foto-Dienst Picasa, das soziale Netzwerk Google+, den Blog-Dienst Blogger, den Web-Telefondienst Google Voice sowie den Online-Datenspeicher Drive eingeführt.

Das Ganze funktioniert wie folgt: Zunächst legt der Nutzer eine Frist fest, nach deren Ablauf sein Konto als inaktiv eingestuft wird. Die Frist beginnt automatisch mit der letzten Anmeldung im Google-Konto und kann auf drei, sechs, neun oder zwölf Monate festgesetzt werden. Kurz bevor diese Frist abgelaufen ist, wird der Nutzer per E-Mail und SMS benachrichtigt. Reagiert er nicht, indem er sich wieder einloggt, wird sein Konto in den Status „inaktiv“ versetzt.

Nutzer regelt Maßnahmen

Der Nutzer legt weiterhin fest, was in diesem Moment geschieht. Zum einen kann er einstellen, dass alle seine Daten und E-Mails gelöscht werden. Seine digitale Existenz auf Google würde damit beendet. Das Konto bleibt als inaktives Konto zwar weiterhin bestehen, aber es wäre dann eben „leer“.

Google Glass: Funktionen, Apps, Bedienung

Was kann Google Glass und wie lassen sich die Funktionen bedienen? Timothy Jordan von Google erklärt Entwicklern in einer Live-Demo wie man mit Gesten und Sprachsteuerung die Google-Brille im Griff hat.

Auf dem Medien- und Technik-Festival South by Southwest (SXSW) führte Timothy Jordan Entwicklern Google Glass und die APIs vor, mit denen Anwendungen für die Augmented-Reality-Brille entwickelt werden können.

Das Video von der Präsentation gibt einen guten Eindruck, wie man Google Glass in der Praxis bedient, etwa durch eine Blick nach oben oder einen kurzes Tippen auf den Bügel aktiviert oder per Sprachsteuerung die integrierte Kamera nutzt oder das Internet durchsucht.

Erste Apps für Google Glass

Auf der SXSW-Konferenz  in Austin (Texas) hat Google zusammen mit einigen Partnern auch bereits erste Apps der neuen Google Datenbrille vorgestellt. Zum Start von Google Project Glass werden Gmail, Skitch von Evernote, Insight ebenso wie das Netzwerk Path oder die New York Times mit eigenen Apps dabei sein.

Insight: App zur Personenerkennung

Im Zusammenspiel mit der App InSight soll Google Glass Personen in großen Menschenmengen identifizieren können und damit beispielsweise helfen sich im Trubel von Großveranstaltungen wiederzufinden.

Das Ganze funktioniert dabei nicht per Gesichtserkennung. Srihari Nelakuditi, Forscher an der Universität von South Carolina, nutzt für die App InSight Farben und Muster von Kleidung.

InSight: Google Glass erkennt Personen

Der Vorteil: der Gesuchte muss dem Google-Glass-Nutzer und der in der Brillen integrierten Kamera nicht zugewandt sein. Der Nachteil: Das Ganze funktioniert nur temporär, nämlich nur solange der Gesuchte die gleiche Kleidung trägt. Und auch nur dann, wenn zuvor mit ein paar Schnappschüssen ein Pattern der später zu suchenden Person erstellt wurde.

Die 8.000 Betatester stehen fest

Ende Februar hatte Google aufgerufen, sich mit dem Hashtag #ifihadglass auf Twitter oder Google Plus in kurzen Worten für die Teilnahme am Betatest zu bewerben. Seit Ende März stehen nun die 8.000 Teilnehmer fest, die Google Glass im Rahmen eines Betatests ausprobieren dürfen. An die Gewinner werden Einladungen für das so genannte Explorer Program verschickt werden. Die Teilnahme auf Privatpersonen in den USA beschränkt.

Google-Glass-Tester stehen fest

Produktion in den USA

Die Financial Times berichtet, dass die Brillen in den USA produziert werden sollen. In Santa Clara, Californien, soll laut Unternehmenskreise der chinesische Auftragsfertiger Foxconn, der beispielsweise auch das iPhone produziert, eine Produktionsstätte aufbauen. Damit könnte Google die Produktion von Google Glass leichter steuern und überwachen und gerade in der Anfangsphase Änderungen vornehmen.

Google hat diese Informationen nicht bestätigt und hält sich auch mit Informationen zum kommerziellen Marktstart von Google Glass zurück. Ende des Jahres, Anfang nächsten Jahres könnte es soweit sein.