Google Glass: Funktionen, Apps, Bedienung

Was kann Google Glass und wie lassen sich die Funktionen bedienen? Timothy Jordan von Google erklärt Entwicklern in einer Live-Demo wie man mit Gesten und Sprachsteuerung die Google-Brille im Griff hat.

Auf dem Medien- und Technik-Festival South by Southwest (SXSW) führte Timothy Jordan Entwicklern Google Glass und die APIs vor, mit denen Anwendungen für die Augmented-Reality-Brille entwickelt werden können.

Das Video von der Präsentation gibt einen guten Eindruck, wie man Google Glass in der Praxis bedient, etwa durch eine Blick nach oben oder einen kurzes Tippen auf den Bügel aktiviert oder per Sprachsteuerung die integrierte Kamera nutzt oder das Internet durchsucht.

Erste Apps für Google Glass

Auf der SXSW-Konferenz  in Austin (Texas) hat Google zusammen mit einigen Partnern auch bereits erste Apps der neuen Google Datenbrille vorgestellt. Zum Start von Google Project Glass werden Gmail, Skitch von Evernote, Insight ebenso wie das Netzwerk Path oder die New York Times mit eigenen Apps dabei sein.

Insight: App zur Personenerkennung

Im Zusammenspiel mit der App InSight soll Google Glass Personen in großen Menschenmengen identifizieren können und damit beispielsweise helfen sich im Trubel von Großveranstaltungen wiederzufinden.

Das Ganze funktioniert dabei nicht per Gesichtserkennung. Srihari Nelakuditi, Forscher an der Universität von South Carolina, nutzt für die App InSight Farben und Muster von Kleidung.

InSight: Google Glass erkennt Personen

Der Vorteil: der Gesuchte muss dem Google-Glass-Nutzer und der in der Brillen integrierten Kamera nicht zugewandt sein. Der Nachteil: Das Ganze funktioniert nur temporär, nämlich nur solange der Gesuchte die gleiche Kleidung trägt. Und auch nur dann, wenn zuvor mit ein paar Schnappschüssen ein Pattern der später zu suchenden Person erstellt wurde.

Die 8.000 Betatester stehen fest

Ende Februar hatte Google aufgerufen, sich mit dem Hashtag #ifihadglass auf Twitter oder Google Plus in kurzen Worten für die Teilnahme am Betatest zu bewerben. Seit Ende März stehen nun die 8.000 Teilnehmer fest, die Google Glass im Rahmen eines Betatests ausprobieren dürfen. An die Gewinner werden Einladungen für das so genannte Explorer Program verschickt werden. Die Teilnahme auf Privatpersonen in den USA beschränkt.

Google-Glass-Tester stehen fest

Produktion in den USA

Die Financial Times berichtet, dass die Brillen in den USA produziert werden sollen. In Santa Clara, Californien, soll laut Unternehmenskreise der chinesische Auftragsfertiger Foxconn, der beispielsweise auch das iPhone produziert, eine Produktionsstätte aufbauen. Damit könnte Google die Produktion von Google Glass leichter steuern und überwachen und gerade in der Anfangsphase Änderungen vornehmen.

Google hat diese Informationen nicht bestätigt und hält sich auch mit Informationen zum kommerziellen Marktstart von Google Glass zurück. Ende des Jahres, Anfang nächsten Jahres könnte es soweit sein.

Aldi breitet sich im Internet aus

Seit Mitte März bewirbt das Unternehmen mit einer massiven Kampagne auf reichweitenstarken Websites wie Ebay, Gmx.de und Web.de seine Tagesangebote, berichtet die Marketing- und Medienzeitung „Horizont“.

Testmärkte dieser Kampagne sind demnach Baden-Württemberg und Bayern.

Eine Sprecherin des Unternehmens bestätigte der Zeitung, dass online geworben wird – ohne Details über beteiligte Agenturen oder Auftragsvolumen zu nennen.

Die Online-Werbekampagne ist nicht das einzige Indiz, dass Aldi Süd das Internet als Werbe- und Kommunikationsmedium entdeckt hat.

Seit Anfang des Jahres ist der Discounter auf Facebook aktiv. Bereits mehr als 11 000 Facebook-Fans haben „Gefällt mir“ geklickt – damit liegt Aldi Süd jedoch noch weit hinter seinem Konkurrenten Lidl, der seit 2010 mehr als 1,5 Millionen Facebook-Fans gewonnen hat.

Dritter Baustein der Online-Aktivitäten ist die Homepage: Seit dieser Woche ist der Auftritt im Netz neu gestaltet, das verkündete der Discounter selbst – auf Facebook.

Musik-Dateien dürfen nicht weiterverkauft werden

Richter Richard Sullivan vom Bezirksgericht des Southern District of New York ist der Überzeugung, dass der Weiterverkauf von Musik-Dateien über die Plattform ReDigi illegal ist. Sein Urteil dürfte der Musikindustrie gefallen, es droht aber, ein neues Geschäftsmodell im Internet zu zerstören. Sullivan befand ReDigi der Verletzung des Urheberrechts und der Beihilfe zur Urheberrechtsverletzung für schuldig.

ReDigi will ausdrücklich keine Tauschbörse für illegale heruntergeladene Musik sein. Wer seine bei iTunes (und nur dort) erworbenen Dateien verkaufen will, kann sie auf die ReDigi-Server hochladen. Die Firma prüft nach eigenen Angaben, ob es sich um eine legal erworbene iTunes-Datei handelt. Kauft sie jemand, soll die Software des Unternehmens außerdem sicherstellen, dass die Datei von der Festplatte des Verkäufers gelöscht wird – und auch von allen mit dem Computer synchronisierten Geräten.

Die Plattenfirma Capitol Records und mit ihr der Verband der US-Musikindustrie RIAA verklagten ReDigi dennoch. Sie sind der Ansicht, beim Upload von Musik auf die Server von ReDigi entstehe eine neue Kopie der Datei. Das aber sei verboten, da die Vervielfältigungsrechte bei der Plattenfirma liegen. ReDigi dagegen spricht von „Migration“. Die Datei werde nicht vervielfältigt, da sie gleichzeitig beim Verkäufer gelöscht werde.

Das Verfahren darum lief seit 2012. Richter Sullivan urteilte nun im Sinne der Musikindustrie. Seine Argumentation ist dabei durchaus bemerkenswert.

Internet Explorer 11: Speedtest mit Chrome & Firefox

Der erste Leak von Windows Blue hat neben vielen Änderungen an Windows 8 auch den Internet Explorer 11 im Gepäck. Während der Browser auf den ersten Blick nichts Neues im Vergleich zum Vorgänger bietet, lassen sich bei genauerem Hinsehen einige Verbesserungen feststellen: Die App-Version des Internet Explorer 11 bietet per Rechtsklick die Möglichkeit, synchronisierte Tabs anzuzeigen. Wir gehen davon aus, dass die finale Version des Browsers geöffnete Webseiten über den Microsoft-Account mit anderen Windows-8-Installationen abgleicht.

Download-Liste und optionales Do-Not-Track
Ebenfalls der App-Version vorbehalten ist eine neue Download-Liste: Über das Schraubenschlüssel-Symbol lassen sich erstmals alle Übertragungen der Vergangenheit anzeigen. Der Do-Not-Track-Header war Internet Explorer 10 per Standard aktiviert und konnte nicht ausgeschaltet werden. Der Internet Explorer 11 erlaubt hingegen die nachträgliche Deaktivierung über die Charm Bar.

Vor dem IE10, hinter Chrome
In Sachen Speed hat sich der Internet Explorer 11 schon im frühen Entwicklungsstadium verbessert: So schneidet er im JavaScript-Benchmark SunSpider nicht nur besser ab als sein Vorgänger, sondern auch alle anderen Browser. Für mehr Bestwerte reicht es aber nicht: Egal ob V8-, Peacekeeper- oder Kraken-Benchmark – hier hat stets Chrome die Nase vorn. Dennoch arbeitet der Internet Explorer 11 in den meisten Disziplinen deutlich schneller als sein Vorgänger – und liefert somit beste Gründe für den Umstieg. Ob die neue Version des Microsoft-Browsers neben Windows 8 auch für Windows 7 erscheint, ist derzeit aber noch nicht bekannt.