iOS 6: Betriebssystem läuft auf 93% aller iPhones

Eine besondere Eigenschaft von iOS ist es, dass die Software auch noch auf iDevices älteren Entstehungsdaten läuft. Nun gibt es dahingehend neue Details.

Bevor der bereits entlassende Scott Forstall iOS 6 vorstellte zeigte er, dass die damals neuste iOS (5) noch auf ziemlich alten Geräten läuft. Das hat sich seitdem auch nicht geändert. Denn wie Chitika berichtet, läuft das momentane iOS 6 auf 92,7% aller iPhones. Das ist Rekord! Bei dem iPad sieht zwar nicht ganz so rosig aus, aber immer noch ziemlich gut. Hier benutzen weltweit 82,9% der Verbraucher iOS 6. Ein möglicher Grund für den Unterschied sieht man bei Chitika unteranderem darin, dass viele neue Features, wie FaceTime over Cellular oder turn-by-turn navigation, eher auf die iPhones zugeschnitten sind und sich dort einfach besser nutzen lassen.
Ob dieser Trend bei iOS 7 (erscheint zur WWDC bei uns live) bestehen bleibt, hängt davon ab, ob es auch iPhone 4 User erlaubt ist die kommende Software zu laden.

Kleiner Planet hat eine Million Kilometer langen Schweif

Rund dreimal von der Erde bis zum Mond: So weit erstreckt sich nach Erkenntnissen amerikanischer Wissenschaftler der Schweif des Asteroiden P/2010 A2. Forscher verschiedener US-Universitäten und Institute haben den Himmelskörper mit einem Teleskop im Bundesstaat Arizona untersucht und eine Länge des Schweifs von etwa eine Million Kilometer festgestellt. Das Ausmaß sei damit weit größer als bisher angenommen, teilte das National Optical Astronomy Observatory am Montag mit.

Wissenschaftler hatten P/2010 A2 vor mehr als drei Jahren entdeckt. Er weist den Angaben nach eine für Asteroiden ungewöhnliche X-Form mit einem langen Schweif auf.
Verschiedene Theorien zum Schweif

Über die Ursache dieser Struktur gehen die Meinungen in der Wissenschaft auseinander. Während eine Theorie besagt, dass die Form durch die eigene Rotation des Himmelskörpers entstanden ist, geht eine andere von einer Kollision von P/2010 A2 mit einem weiteren Asteroiden aus. Dadurch soll der Schweif aus Trümmerstücken entstanden sein. Forscher des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung kamen in einer früheren Untersuchung zu dem Ergebnis, dass sich der Crash im Februar 2009 ereignet hatte.

Asteroiden, auch Planetoiden genannt, gelten als Überreste aus der Frühzeit unseres Sonnensystems. Sie sind übriggebliebener Baustoff von Planeten und Monden. Ihre genaue Zusammensetzung ist daher für Astronomen besonders interessant. Sie erhoffen sich von diesen Himmelskörpern Erkenntnisse über die Entstehung unseres Planetensystems. Asteroiden haben – im Gegensatz zu Kometen – normalerweise keinen Schweif.

Lieber iWatch statt Google Glass

Kommt demnächst die iWatch von Apple? Tim Cook hat diesen Gerüchten auf einer US-Konferenz neue Nahrung gegeben. Zudem erklärte er, warum es Googles Datenbrille wohl schwer haben werde.

Apple-Chef Tim Cook hat Spekulationen über eine Computer-Uhr von dem iPhone-Konzern neuen Auftrieb gegeben. „Ich denke, das Handgelenk ist interessant“, sagte Cook bei einem Auftritt auf der Konferenz D11 des Blogs AllThingsD.

Es sei natürlich, dort etwas zu tragen. Aber um mit einem Gerät fürs Handgelenk erfolgreich zu sein, müsse man die Leute erst überzeugen. Cook wollte sich zwar nicht direkt zu eventuellen Apple-Plänen für diesen Bereich äußern, sagte aber grundsätzlich, tragbare Computertechnik werde in Zukunft ein wichtiger Teil der Gerätewelt sein.

Laut früheren Medienberichten hat Apple bereits ein Team aus mehr als 100 Leuten, das an einer Datenuhr arbeitet. Mit Blick auf eine Computer-Brille, wie sie Konkurrent Google gerade entwickelt, äußerte sich Cook dagegen skeptisch. „Ich selbst trage eine Brille, weil ich sie brauche – ich kann sonst nichts sehen. Ich kenne nicht viele Leute, die Brillen aufsetzen, ohne sie zu benötigen.“

Zukunft für Sensoren

Anzeige

Er denke, dass diese Gerätekategorie für den Massenmarkt nur eingeschränkt attraktiv sei. Ein große Zukunft hätten hingegen diverse Sensoren, die man am Körper trägt.

Die Google-Datenbrille Google Glass hat einen kleinen Bildschirm, auf den zum Beispiel Routenanweisungen eingeblendet können, sowie eine Kamera – und sie lässt sich per Sprache steuern. Der Internet-Konzern lässt sie gerade von ausgewählten ersten Nutzern testen. Google präsentierte jüngst auf seiner Entwicklerkonferenz die Vision von sprechenden Computern und intelligenten Suchdiensten.

In knapp zwei Wochen wird Apple auf der eigenen Entwicklerkonferenz WWDC seine Software-Neuheiten vorstellen. Cook bekräftigte, dass Apple eine „große Vision“ für das TV-Geschäft habe, wich aber abermals der Frage aus, ob der Konzern einen eigenes Fernsehgerät auf den Markt bringen werde. Darüber wird schon seit Jahren spekuliert, aber bisher sollen unter anderem schwierige Verhandlungen mit der amerikanischen TV-Industrie Apple aufgehalten haben.

Der Konzern hat bisher rund 13 Millionen Geräte der Settop-Box Apple TV verkauft. Angesichts der zuletzt gestiegenen Zweifel an der Innovationskraft seines Unternehmens versprach er, dass Apple noch diverse revolutionäre Produkte auf den Markt bringen werde. „Die selbe Kultur und weitgehend auch die selben Leute, die ihnen das iPhone und das iPad gebracht haben, sind noch da.“

Allerdings hatte unter anderem der einflussreiche Chefentwickler des iPhone- und iPad-Betriebssystems iOS, Scott Forstall, das Unternehmen nach dem Debakel mit dem fehlerhaften ersten eigenen Kartendienst des Konzerns verlassen. „Wir haben es verbockt“, sagte Cook zu den Apple-Karten. Sie seien inzwischen zwar besser geworden, aber noch nicht so gut, wie sie sein sollten.

Cook sagte, Apple habe kein Angebot für das Karten-Startup Waze abgegeben, bei dem Nutzer-Informationen in die Routenanweisungen einfließen. Um Waze zeichnet sich laut Medienberichten ein milliardenschwerer Bieter-Wettstreit zwischen Facebook und Google ab. Apple habe aber seit Oktober 2012 neun Unternehmen gekauft und werde auch weiter gezielt zuschlagen.

Die frühere Chefin der US-Umweltbehörde EPA, Lisa Jackson, werde bei Apple künftig die Umweltschutz-Aktivitäten koordinieren. Apple hatte in eigenen Inspektionen bei asiatischen Zulieferern immer wieder Probleme beim Umweltschutz unter anderem beim Umgang mit giftigen Chemikalien festgestellt.

Microsoft passt Youtube-App für Windows Phone 8 an Google-Richtlinien an

Microsoft hat seine Youtube-App für Windows Phone 8 an einige, aber nicht alle, Nutzungsbestimmungen von Google angepasst. Die jüngste Version ermöglicht beispielsweise wie gefordert keine Video-Downloads mehr. Allerdings zeigt sie auch keine Display-Werbung an, womit sie weiterhin gegen Googles Vorgaben verstößt.

Nutzer der bisherigen Youtube-App für Windows Phone 8 verlieren die Video-Download-Funktion, sobald sie die Anwendung aktualsieren. Alle anderen bekommen direkt die Version ohne dieses Feature.

“Microsoft hat die Youtube-App für Windows Phone aktualisiert, um die von Google in der vergangenen Woche geäußerten Bedenken hinsichtlich des beschränkten Video- und Offline-Video-Zugangs zu adressieren”, erklärte ein Microsoft-Vertreter gegenüber ZDNet.com. “Wir stehen in Kontakt mit Google und glauben weiterhin, dass unsere beiden Firmen zusammenarbeiten können, um eine App zu verbessern, von der unsere beiderseitigen Kunden, Partner und Inhalte-Zulieferer profitieren.” Google wollte sich auf Nachfrage nicht äußern.

Am 7. Mai hatte Microsoft seine runderneuerte Youtube-App für sein aktuelles Mobilbetriebssystem veröffentlicht. Sie erweiterte den zuvor relativ begrenzten Funktionsumfang deutlich. Darunter waren aber auch Features wie die Video-Download-Option, die nach Ansicht von Google gegen seine Nutzungsbestimmungen verstoßen. Daher stellte der Internetkonzern Microsoft am 15. Mai eine Unterlassungserklärung zu und forderte es auf, die Anwendung bis zum 22. Mai zurückzuziehen und bereits heruntergeladene Versionen zu blockieren.

Mit den jetzt vorgenommenen Änderungen ist Microsoft Google auf halbem Weg entgegengekommen. Fraglich bleibt, ob Google die überarbeitete App akzeptiert und der Fall damit erledigt ist.

Microsoft-Entwickler hatten sich zuvor wiederholt darüber beschwert, dass Google ihnen keinen Zugang zu benötigten Schnittstellen (APIs) gewähre, um eine Youtube-App für Windows Phone mit zugelieferter Werbung zu erstellen. Die aktuelle Anwendung basiert auf einer bestehenden öffentlichen Youtube-API, die aber keinen Anzeigen-Support bietet.

YouTube startet kostenpflichtige Abos

YouTube wird attraktiver für Anbieter von Video-Inhalten. Sie können jetzt – zunächst nur in den USA – monatliche Abos anbieten. Der Google-Dienst startet zunächst in einer Testphase bezahlte Abo-Kanäle. Anbieter von Video-Inhalten haben damit die Möglichkeit, eine monatliche Gebühr von den Nutzern zu erheben. Der Preis beginnt bei 99 US-Cent pro Monat, erläuterte Google in einem Blogeintrag.

Die Google-Tochter arbeitet mit 30 Inhalte-Anbietern zusammen, darunter dem Sesamstraße-Konzern Jim Henson und den Veranstaltern der Kampfserie Ultimate Fighting. Diese können selbst entscheiden, welche Gebühren sie verlangen und ob sie Werbung schalten wollen.

Bei dem jetzigen Angebot soll es aber nicht bleiben. „Das ist nur der Anfang“, heißt es in dem Blogeintrag. In den kommenden Wochen werde das Unternehmen den Dienst ausweiten.

YouTube hat inzwischen mehr als eine Million Kanäle, die Umsätze erwirtschaften. Bisher ging das nur über eine Beteiligung an den Werbeerlösen. Die Plattform unterstützt die Entwicklung von Kanälen mit professionell produzierten Inhalten, die das Fernsehen ergänzen sollen.

Erst PC, dann auf dem Fernseher

Für neue Nutzer von Bezahl-Kanälen ist eine kostenlose Probezeit von zwei Wochen vorgesehen, erläuterte YouTube. Abonnieren muss man die Kanäle bisher zunächst über einen PC – kann sie sich dann aber auch auf Smartphone, PC oder mit dem Internet verbundenem Fernseher anschauen.

Die Bezahl-Kanäle stellen nach Ansicht von Experten durchaus eine Gefahr für die Anbieter von Kabelfernseh-Sendern dar. „Das reguläre Fernsehen wurde bereits durch Kabelfernsehen erheblich beeinflusst“, sagte Medienanalyst Richard Greenfield vom Unternehmen BTIG. „Ich denke, jeder, der Video-Kanäle entwickelt, sollte sich Sorgen um das Wachstum neuer Kanäle machen.“

Bereits im Februar hatte YouTube bestätigt, an einem solchen Dienst zu arbeiten. Man wolle über die bisherigen Geschäftsmodelle Verleih und Werbung hinausgehen, hatte es damals geheißen.

Nur Fliegen ist schöner

Mit dem Getriebe im neuen Porsche 911 Turbo segelt der Fahrer in virtuellen Gängen dahin. Das hilft, Benzin zu sparen

Mancher Autoliebhaber wird sie vergeblich suchen am neuen 911 Turbo: jene als Fortschritt hochgejubelten Details, die faszinieren sollen und doch oft nicht mehr sind als Firlefanz, der den Blick auf den tatsächlichen Stand der Automobiltechnik verzerrt. Wer einen Porsche kauft, will kein üppig ausgestattetes Cockpit, zumindest in Europa nicht. Die Macher des Sportwagenbauers aus Zuffenhausen haben das mit Marktforschungen belegen lassen.

Natürlich der Größte in Deutschland

Von Hamburg bis München gibt es quer durch die Republik schon zehn deutsche Apple Stores. Die Hauptstadt musste allerdings bisher ohne einen der Kult-Shops auskommen. Ab dem 3. Mai haben jetzt aber auch die Berliner einen Apple Store – und zu ihrer Genugtuung ist es der größte Deutschlands.

Man könnte meinen, ein Apple Store sei weiter nichts besonderes. Schließlich kann man iPhone, iPad oder Mac auch in anderen Elektronikmärkten kaufen. Trotzdem ist die Eröffnung einer Apple-Store-Filiale jedes Mal ein Ereignis und für eingefleischte Fans sogar ein Fest. Auch Berlin bekommt jetzt eine Filiale – rund viereinhalb Jahre nachdem der erste deutsche Store in München startete. Am 3. Mai um 17 Uhr eröffnet Apples jetzt größtes deutsches Ladengeschäft.

Apple hat sich wie immer eine sehr gute Adresse ausgesucht. Der neue Apple Store befindet sich im ehemaligen „Haus Wien“ am Kurfürstendamm 26. Das 1912 im Stil des Wilhelminischen Klassizismus errichtete Gebäude beherbergte bis ins Jahr 2000 ein Kino und wurde anschließen nur sporadisch als Kaufhaus oder für eine Kunst-Ausstellung genutzt.
Zwei Jahre Bauzeit

Seit 2011 war es ein offenes Geheimnis, dass Apple das „Haus Wien“ übernommen hatte, doch bis Ende April war nicht klar, wann dort der Store eröffnet wird – Apple kann eben gut Geheimnisse bewahren.

Jetzt sieht das Haus in der Kurfürstenstraße 26 wieder wie vor rund 100 Jahren aus und nur zwei kleine Apple-Logos zeigen, was Besucher jetzt hinter den grauen Mauern erwartet. Im Erdgeschoss befindet sich der Verkaufs- und Beratungsraum, im oberen Stockwerk finden in einem Kinosaal Veranstaltungen statt und für Geschäftskunden steht dort ein großzügiger Besprechungsraum zur Verfügung.
Deutsche Eiche, keine Glastreppe

Die Räume sind dabei durchweg schlicht gehalten: unten graue Wände, grauer Steinboden, oben weiße Wände und Parkettboden. Dazu massive Eichentische, auf denen Apple seine Produkte präsentiert und von Kunden ausprobieren lässt. Der für die Stores zuständige US-Manager Steve Cano betonte bei der Presseführung, Apple habe für die Renovierung den Original-Sandstein verwendet und die Tische seien ausschließlich aus deutscher Eiche gefertigt. Eine der berühmten Glastreppen sucht man im Kurfürstendamm 26 vergeblich, da das historische Treppenhaus renoviert wurde.

Samsung Galaxy Tab 3 in 7 Zoll

Vor wenigen Stunden wurde ein neuer iPad Mini-Konurrent vorgestellt und zwar in Form des Samsung Galaxy Tab 3 (7.0). Das neue Tablet im Miniformat bietet unter anderem ein 7 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1024 x 600 Pixeln bei 169 ppi.

Darüber hinaus hat es unter anderem noch einen 1,2 GHz-Dual Core-Prozessor, eine 3 und eine 1,3 Megapixel-Kamera, ein Android 4.1 Jelly Bean, WiFi a/b/g/n, WiFi + 3G oder nur WiFi, Bluetooth 4.0, USB 2.0, einen 4000 mAh-Akku, 8 oder 16 GB internen Speicher und 1 GB RAM mit an Bord.

Die Maße des Devices betragen 111,1 x 188,0 x 9,9 mm. Das Gewicht liegt bei 302g (Wi-Fi) bzw. 306g (3G). Der Release der WiFi-only Version soll Anfang Mai über die Bühne gehen, die 3G-Variante wird laut Samsung im Juni folgen. Was den Preis betrifft, gibt es derzeit noch keine Informationen.

Relativitätstheorie hält extremen Härtetest Stand

Ein Forscherteam hat versucht, die Grenzen der Relativitätstheorie auszutesten: Doch auch ein superlatives Doppelsternsystem ist nicht extrem genug, um Einsteins Thesen zu widerlegen.

Einsteins Relativitätstheorie ist rund 100 Jahre alt und hat schon etliche Bewährungsproben bestanden. Doch nun hat ein internationales Forscherteam sie an einem besonders schweren Objekt im All getestet, wie das US-Fachjournal „Science“ berichtet.

Die Forscher um John Antoniadis vom Bonner Max-Planck-Institut für Radioastronomie nahmen dazu einen etwa 7000 Lichtjahre von der Erde entfernten Pulsar unter die Lupe, einen in Hochgeschwindigkeit rotierenden Neutronenstern.

Pulsare sind die ausgebrannten Überreste explodierter Riesensterne. Sie stürzen unter der eigenen Schwerkraft zu unvorstellbar kompakten Kugeln zusammen. Bei vielen von ihnen lassen sich pulsierende Signale im Bereich der Radiowellen nachweisen, die regelmäßig wie ein kosmisches Leuchtfeuer aufflackern.

Der beobachtete Pulsar mit der Katalognummer PSR J0348+0432 dreht sich in jeder Sekunde 25 Mal um die eigene Achse. Der Pulsar hat nur einen Durchmesser von 20 Kilometern, ist dafür aber ein „ziemliches Schwergewicht“, wie Antoniadis in einer Mitteilung der Europäischen Südsternwarte Eso betont. „Er ist doppelt so schwer wie die Sonne, was ihn zum massereichsten Neutronenstern macht, den wir kennen.“

Eine Milliarde Tonnen Materie in Zuckerwürfel

Im Volumen eines Zuckerwürfels stecken auf PSR J0348+0432 mehr als eine Milliarde Tonnen Materie. Sie ist wesentlich dichter gepackt als unsere alltägliche Materie.

Der Neutronenstern hat einen Begleiter, einen sogenannten Weißen Zwerg. Das sind die Kerne ausgebrannter Sonnen, die ihre Atmosphäre ins All geblasen haben.

Die beiden umkreisen sich in nur rund 800.000 Kilometern Distanz – das entspricht etwa der doppelten Entfernung von der Erde zum Mond. Wegen der geringen Entfernung dauert ein Umlauf nur rund 2,5 Stunden.

Gemäß der Relativitätstheorie strahlt ein solches System sogenannte Gravitationswellen ab und verliert dadurch Energie, was sich in einer Änderung der Umlaufzeit bemerkbar macht. Die Forscher beobachteten das System regelmäßig mit Radioteleskopen und optischen Instrumenten.

Umlaufzeit ändert sich um acht millionstel Sekunden

Tatsächlich konnten sie eine Änderung der Umlaufzeit um acht millionstel Sekunden (Mikrosekunden) pro Jahr messen. „Das ist genau das, was Einsteins Theorie vorhersagt“, betont Antoniadis‘ Institutskollege Paulo Freire.

Die Forscher hatten für möglich gehalten, dass dieses rasante Zusammenspiel die Relativitätstheorie widerlegen könnte. Einstein hatte mit der Theorie 1915 die Schwerkraft in Abhängigkeit von Raum und Zeit beschrieben.

„Wir dachten, dass dieses System extrem genug sein könnte, um einen Zusammenbruch der allgemeinen Relativitätstheorie zu zeigen“, sagte Paulo Freire vom Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn. „Stattdessen haben sich Einsteins Vorhersagen ziemlich gut behauptet.“

Bislang konnte die Relativitätstheorie nicht in einem so extremen Umfeld getestet werden – es war unbekannt, ob sie auch dort ihre Gültigkeit behält. Alternative Theorien, deren Vorhersagen deutlich von den Messungen abweichen, könnten nun jedoch ausgeschlossen werden, teilte das Bonner Institut mit.

Mercedes GLA Concept

Die Erfolge von Audi Q3 und BMW X1 haben Mercedes nicht kalt gelassen. Im kommenden Jahr bringen auch die Stuttgarter ihr erstes Premium-SUV in der Tiguan-Klasse heraus. Nun gibt es einen ersten Vorgeschmack.

Mercedes gibt einen ersten Ausblick auf sein 2014 startendes Kompakt-SUV. Auf der Auto Show in Shanghai feiert das GLA Concept Premiere und zeigt dabei sein bereits recht seriennahes Blechkleid.

Beim Design setzt sich das SUV deutlich von seinen Plattformbrüdern der A- und B-Klasse ab. Der Kühlergrill steht steiler im Wind, die Flanken wirken kräftiger und am Heck sorgt eine Mischung aus Unterfahrschutz und Diffusor für optische Wucht. Mit 4,38 Metern Länge überragt der GLA die A-Klasse um 9, den Van-Ableger der B-Klasse um 2 Zentimeter. In der Höhe liegt die Differenz bei 15 beziehungsweise ebenfalls 2 Zentimetern.

Für den Antrieb der Studie sorgt ein 2,0-Liter-Vierzylinder-Turbobenziner mit 155 kW/211 PS, wie er bereits in den Spitzenmodellen von A- und B-Klasse zum Einsatz kommt. Auch beim übrigen Motorenprogramm dürfte sich der künftige GLA bei seinen Geschwistern bedienen, die mit ihren anderen Vierzylinder-Benzinern und -Dieseln ein Leistungsband von 80 kW/109 PS bis 125 kW/170 PS abdecken.

Allradantrieb ist bei der Studie ebenfalls an Bord, auch das Serienmodell wird wohl optional mit der Traktionshilfe zu haben sein. Das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe des Konzeptfahrzeugs wird ebenfalls zum Angebot zählen.

Eher als Ausblick auf die fernere Zukunft zu verstehen sind die neuartigen Laser-Scheinwerfer, die nicht nur die Straße ausleuchten, sondern auch als Projektoren dienen. So lassen sich etwa Anweisungen des Navigationssystems als Lichtpfeile auf dem Asphalt darstellen. Für den Fahrer schafft das den Komfort eines Head-up-Displays, zugleich können andere Verkehrsteilnehmer den voraussichtlichen Weg des Fahrzeugs erkennen. Darüber hinaus können die Scheinwerfer auch als Video-Beamer benutzt werden – und etwa Filme vom Handy oder Aufnahmen einer 3D-Kamera auf dem Dach an eine Wand werfen.

Mit der Serienversion des GLA, die im Herbst auf der Frankfurter IAA präsentiert wird, komplettiert Mercedes sein SUV-Programm. Der Neue ordnet sich am unteren Ende der Palette ein, die bislang aus dem Mittelklasse-Modell GLK, dem großen ML und dem Luxus-Modell GL besteht. Zu den Wettbewerbern des Kompakt-SUV mit Stern zählen vor allem Audi Q3 und BMW X1, die im vergangenen Jahr allein in Deutschland jeweils mehr als 25.000 Käufer fanden. Von diesem Kuchen will Mercedes künftig ein gutes Stück abhaben.