Testurteil: Whatsapp schlampt beim Datenschutz

Whatsapp ist ein beliebter SMS-Dienst mit dem Nutzer von Smartphones gratis Nachrichten versenden können. Facebook hat die App jüngst für 19 Mlliarden aufgekauft. Bei einer Untersuchung der Stiftung Warentest schneidet die beliebte App indes nicht gut ab.

Die Stiftung Warentest hält den Kurzmitteilungsdienst Threema für eine gute Alternative zum Anbieter WhatsApp. Die Schweizer App biete eine umfassende Verschlüsselung, speichere Adressbucheinträge in pseudonymisierter Form und frage dabei zudem den Nutzer um Zustimmung, teilte die Stiftung am Mittwoch mit. Deshalb sei das Programm datenschutzrechtlich „unkritisch“. WhatsApp werde dagegen als „sehr kritisch“ eingestuft.

Auch andere Messenger-Anwendungen erhielten kein gutes Urteil der Warentester. Der Telegram Messenger sei „kritisch“, denn die App speichere automatisch alle Adressbucheinträge ohne Zustimmung des Nutzers. Eine Verschlüsselung des Chats müsse extra angeklickt werden. Die Anwendung Line und der Blackberry Messenger erhielten wie WhatsApp die Bewertung „sehr kritisch“.
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Alle getesteten Apps sind Messenger-Programme, mit denen man von Smartphone zu Smartphone kostenlos Nachrichten und teilweise auch Fotos und Videos austauschen kann. Anders als bei der SMS muss für die einzelne via Internet verschickte Nachricht nicht gezahlt werden.

WhatsApp war in der vergangenen Woche an das soziale Netzwerk Facebook verkauft worden . Welche Änderungen sich daraus ergeben, sei derzeit noch unklar, erklärte die Stiftung Warentest. Allerdings gehe aus den Allgemeinen Geschäftsbedingungen hervor, dass die Nutzerdaten bei einem Verkauf an den neuen Eigentümer, also Facebook, übergeben werden können.
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